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Daniel Speich
Herren über wildes Wasser.
Die Linthingenieure als Bundesexperten im 19. Jahrhundert
Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik, 82, Zürich 2006.
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Rezensionen
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Bis zur Verabschiedung eidgenössischer Wasserbaugesetze in den 1870er Jahren und der Schaffung eines Eidgenössischen Oberbauinspektorates gab es in der Schweiz keine bundesstaatliche Expertentätigkeit im Bereich Wasserbau. Mit Ausnahme der Professoren des 1855 gegründeten Polytechnikums waren die aktiven Experten entweder in kantonalen Funktionen oder als Privatleute tätig.
In diesem Kontext ist die wasserbauliche Expertise, die seit 1804 im Zusammenhang mit der von der Eidgenossenschaft initiierten Linthkorrektion gepflegt wurde, historisch bemerkenswert. Man kann die Ingenieure, die rund um die Linth tätig waren, mit Fug und Recht als erste „Bundesexperten“ in ingenieurtechnischem Gebiet bezeichnen. Ihnen ist der Band gewidmet. Dabei wird ein biographischer Ansatz gewählt, der nach einheitlichem Schema die Position der jeweiligen Ingenieure zwischen Wissensquellen, Ausbildung, bundesstaatlicher Autorität und konkreter wasserbaulicher Problemstellung auslotet. Das Gesamtbild zeichnet die allmähliche Professionalisierung des Feldes nach.
Der Band porträtiert folgende neun Ingenieure:
- Andreas Lanz (1740-1803)
- Jean Samuel Guisan (1740-1801)
- Hans Konrad Escher (1767-1823)
- Salomon Hegner (1789-1869)
- Heinrich Pestalozzi (1790-1857)
- Alois Negrelli (1799-1858)
- Richard La Nicca (1794-1883)
- Gottlieb Heinrich Legler (1823-1897)
- Adolf von Salis-Soglio (1818-1891)
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