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ETH Technikgeschichte - Forschung
Kraftwerkbau und Elektrifizierung in Graubünden
Projekt des Vereins für Bündner Kulturforschung (2001-2004)

Jürg Simonett*

Wissenschaftliche Beratung: David Gugerli


Die Studie will für Graubünden die erste Gesamtdarstellung zum Bau der Elektrizitätswerke sowie zu Stromproduktion und -konsum im Zeitraum von ca. 1870 - 1990 liefern. Damit behandelt sie einen wichtigen Bereich der neueren Bündner Geschichte, der bisher - abgesehen von Festschriften sowie thematisch oder zeitlich eng umrissenen Spezialthemen - eklatant vernachlässigt worden ist.
Besonderes Gewicht wird darauf gelegt, Kraftwerkbau und anschliessende Elektrifizierung nicht ”nur” als technische und von Nutzungskonflikten freie Vorgänge darzustellen. Sie waren vielmehr Folge von Entscheidungsprozessen für oder gegen fundamentale Veränderungen, mit Auswirkungen etwa in regionalwirtschaftlicher, sozialer, sprachlicher, kultureller, lebensgeschichtlicher, infrastruktureller oder landschaftlicher Hinsicht. Besonderes Augenmerk gilt den Entwicklungs-Disparitäten innerhalb des Kantons. Unerlässlich ist der erweiterte Blick auf die eidgenössische und europäische Energiepolitik sowie auf den Grad von Aussensteuerung dieser spezifischen Bündner ”Industrialisierung”.


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Letzte Änderung: 1-12-2005