Die Datenverarbeitung der Schweiz. Zur Informatik der staatlichen Verwaltung 1960-1986

Ricky Wichum

Das Buch erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2026 in der Reihe „Geschichte der technischen Kultur“ im Verlag Brill I Ferdinand Schöningh, Band 18.  

Diese technikhistorische Studie zum Strukturwandel des staatlichen Handelns in der Schweiz rekonstruiert, wie der Einsatz von Computern und Datenbanken in den Verwaltungen seit 1960 neue politische Handlungsmöglichkeiten eröffnete und zugleich die Komplexität des Verwaltungshandelns erheblich steigerte. Ricky Wichum untersucht fünf Aushandlungszonen der staatlichen Informatik – Time-Sharing, Einwohnerdatenbanken, Information, AHV-Nummer und Datenschutz-, in denen an einer rechnergestützten Verwaltungswirklichkeit gearbeitet wurde. Im Mittelpunkt steht die Informatikforschung der ETH Zürich, die sich in den 1970er Jahren als wissenschaftliche Disziplin etablierte und ihre Expertise in die Problemlagen der digitalen Verwaltung einbrachte. Sie orientierte ihr Computerwissen an der Tradition bürokratischer Datenverarbeitung und experimentierte mit dem Föderalismus als Ordnungsmodell für vernetzte Datenbanken, um die Autonomie digitaler Systeme und ihrer Nutzer zu steigern.