Das Lehrprogramm

der Technikgeschichte

... thematisiert die gesellschaftlichen Bedingungen, technischen Anforderungen, wirtschaftlichen Verhältnisse und politischen Kontexte, in denen Technik entsteht, in denen sie verhandelt, eingesetzt und verändert oder entsorgt wird.

Ausgehend von den Problemlagen der Gegenwart werden Fragen an einen historischen Reflexionsraum gerichtet, der uns Distanz und Beweglichkeit in der Analyse bietet.

Die Studierenden sollen technikhistorische Argumentationsfiguren kennenlernen und ein Sensorium für die wechselseitige Abhängigkeit von Technik und Gesellschaft entwickeln.

Formate

Das Lehrangebot der Technikgeschichte unterscheidet vier Veranstaltungsformate:

Der Einführungskurs Technikgeschichte kümmert sich um ausgewählte grundsätzliche Problemfelder der Technikgeschichte: Technik als Wunschmaschine, Technik als Albtraum, Technik und Gebrauch, Technik und Gesellschaft, Technik als Triebkraft der Geschichte, Technik und Innovation. Dieser Kurs wird immer im Herbstsemester als WebClass mit fünf Online-Phasen und zwei Präsenzsitzungen durchgeführt. 

Das Seminar oder die Vorlesung zur Technikgeschichte fokussiert wechselnde Themen und methodische Probleme. Studierende lernen, wie eine technikgeschichtliche Fragestellung entwickelt wird. Die Lehrveranstaltung wird im "blended learning"-Modus durchgeführt.

Das Master-/Doktoratskolloquium zur Technikgeschichte richtet sich an Masterstudierende und Doktorierende der Professur für Technikgeschichte. Im Kolloquium werden konkrete Probleme aus der eigenen technikgeschichtlichen Forschungspraxis diskutiert.

Das Kolloquium zur Geschichte des Wissens bietet Gastvorträge mit anschliessender Diskussion zu einem wissenshistorischen Themenschwerpunkt.

Spielregeln

Unsere Lehrveranstaltungen lassen sich zwar bequem wie ein Urlaub mit wenigen Klicks buchen. Die dazugehörigen Kreditpunkte folgen der Veranstaltung jedoch nicht automatisch wie die Frequent-Flyer-Punkte einem Langstreckenflug. Sie müssen durch Lesen, Schreiben und Diskutieren erworben werden.

Leistungsnachweise für das D-GESS-Kursprogramm „Wissenschaft im Kontext“ und den Masterstudiengang „Geschichte und Philosophie des Wissens“ werden grundsätzlich als benotete Semesterleistung ausgestellt. Voraussetzung dafür ist Ihre geistige Präsenz, Ihre aktive Mitarbeit sowie die fristgerechte Abgabe der verschiedenen Aufgaben. Studierende des Masterstudiengangs „Geschichte und Philosophie des Wissens“ können zusätzliche Kreditpunkte durch das Abfassen von Seminararbeiten erwerben.

Für sämtliche schriftlichen Arbeiten gelten verbindliche Regeln. Sie sind im Merkblatt „Verfassen schriftlicher Arbeiten“ der Professur für Technikgeschichte festgehalten (siehe Rubrik „Merkblätter“ oben rechts auf dieser Seite). Je stärker eine Lehrveranstaltung im virtuellen Raum stattfindet, desto genauer sind die Spielregeln einzuhalten. Das gilt nicht nur für Abgabetermine, sondern auch für die Form Ihrer Beiträge.

Betreuung

Jede Lehrveranstaltung nutzt virtuelle Foren zur Präsentation studentischer Aufgaben, zur Diskussion technikhistorischer Fragen und zum Austausch von Argumenten zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Veranstaltungen werden von einer Assistentin oder einem Assistenten begleitet, die Ihnen bei den meisten Fragen kompetent weiterhelfen. Darüber hinaus können Sie sich während des Semesters auch per E-Mail für eine Sprechstunde bei Prof. Dr. David Gugerli anmelden.