Saisonniers warten am Flughafen Kloten auf die medizinische Kontrolle (CC by Comet Photo AG)

Die Fremden und der Computer

Die Entstehung des Zentralen Ausländerregisters

Moritz Mähr

Das Dissertationsprojekt von Moritz Mähr geht der Entstehung des Zentralen Ausländerregisters (ZAR) in den 1970er und 1980er Jahren nach. Es findet im Rahmen des Projekts Aushandlungszonen statt und untersucht den Wandel der Erwartungen an die Soziotechnik „Registrieren“ im Kontext computergestützter Prozesse in der Verwaltung. Durch die standardisierte Erhebung am Bildschirm und die zentrale Speicherung auf Magnetband wird die ausländische Bevölkerung einer elektronischen Datenbank zugeführt, die sie nicht nur quantifizierbar, sondern auch politisch steuer- und polizeilich kontrollierbar macht. Welche wirtschafts- und sicherheitspolitischen Kontrollphantasien sind mit der Einrichtung des ZAR verbunden? Wie verändern sich Zuständigkeiten zwischen Bundesämtern durch die zentral, mit Computer erfassten Personendaten der ausländischen Wohnbevölkerung.

Das Projekt ist Teil von: Aushandlungszonen. Computer und Schweizerische Bundesverwaltung, 1960-1990.