Gisela Hürlimann
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Forschungsinteressen
Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Steuerpolitik und öffentliche Finanzen
Technikgeschichte
Verkehr und öffentliche Unternehmen
Migration, Arbeitsbeziehungen, soziale Bewegungen
Psychiatriegeschichte
Stoffkreisläufe und Animal Commodity Chains
Neuerscheinungen
Biographie
Gisela Hürlimann war 2014 Oberassistentin an der Professur für Technikgeschichte der ETH Zürich. Sie hat an der Universität Zürich Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Spanische Literatur studiert. Ihre Dissertation «‹Die Eisenbahn der Zukunft›. Automatisierung, Schnellverkehr und Modernisierung bei den SBB 1955-2005» wurde 2007 publiziert. Ihre Habilitationsschrift «Schweizerische Steuerwelten, 1945-1980. Gerechtigkeit, Wettbewerb und Harmonisierung im transnationalen Kontext» wird im September 2019 eingereicht.
Ihre neuen Forschungsvorhaben betreffen einerseits die «Ressource Rind» als Beitrag zu einer Geschichte der Animal Commodity Chains und anderseits die Verschränkung von geschlechter-, migrations- und technikgeschichtlichen Fragestellungen in einem Projekt mit dem Arbeitstitel: «Der (un)emanzipierte Haushalt.Häusliche Arbeit, Geschlecht, Klasse und Herkunft in der Schweiz, 1970-2010».
Als Oberassistentin am Historischen Seminar der Universität Zürich (bis 2015) hat sie den interfakultären Masterstudiengang «Wirtschaftsgeschichte und Ökonomie» ausgebaut und koordiniert. Für den Forschungsbericht zu «Zwangsmassnahmen in der Zürcher Psychiatrie 1870-1970« wurden sie und die Mitautorinnen 2004 mit dem DGGMNT-Förderpreis ausgezeichnet. Gisela Hürlimanns Lehrtätigkeit begann 2001 und sie hat seither an den Universitäten Zürich, Basel, Fribourg, an der ETH Zürich und an der Technischen Universität Berlin unterrichtet - in Berlin als Gastprofessorin (Lehrstuhlvertretung) für Technikgeschichte. Seit 2014 wirkt sie auch bei der «Webclass -- Einführung in die Technikgeschichte« mit.
Für ihr Forschungsprojekt zu den «Schweizerischen Steuerwelten« hielt sie sich zwischen 2014 und 2016 als Fellow for Economic and Social History am German Historical Institute (GHI) in Washington DC auf, als akademischer Gast und Dozentin an der Universität Kyoto sowie als Visiting Scholar an der University of California San Diego (UCSD).
Ab Oktober 2019 übernimmt Gisela Hürlimann die Vertretung der W3-Professur für Technikkulturwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).
Lehr- und Forschungsinteressen:
- Politik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert
- Verkehrsgeschichte, Eisenbahnen, Ingenieure und Innovation
- Technikgeschichte und Techniksoziologie
- Geschichte und Soziologie der Migration
- Psychiatrie, Eugenik, wissenschaftlicher Rassismus
- Heimerziehung, Fürsorgepolitik, Sozialdisziplinierung
- Ungleichheit, Umverteilung, Steuer- und Sozialstaat
- Öffentliche Finanzen und Steuerpolitik
- Animal Commodity Chains: Stoffkreisläufe und Human-Animal-Studies
Publikationen (Auswahl)
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Gisela Hürlimann, Frédéric Joye-Cagnard, Daniela Zetti, Monika Dommann, Stefan Kaufmann, Katja Girschik, David Gugerli, Mischa Suter, Regula Ludi, Urs B. Leu:
Gesteuerte Gesellschaft.
Logistik, Automatisierung und Computer in der Nachkriegszeit.
Traverse 16.
Zürich:
Chronos
2009.
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Gisela Hürlimann:
Switzerland as a Laboratory for Fiscal Federalism and Global Fiscal Governance.
In: Economic Sociology. The European Electronic Newsletter 21 (2)
2020, 15 – 25.
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Gisela Hürlimann:
Marktgerechtigkeit und Steuer(un)gerechtigkeit. Internationale Ordnungsvorstellungen und die schweizerischen Steuerwelten.
2019, 187 – 205.
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Regula Schmid, Gisela Hürlimann, Erika Hebeisen, Sebastian Brändli, Anne Bosche, Philipp Eigenmann, Sarah Baumann, Daniel Speich Chassé, Melanie Wyrsch, Jean-Daniel Blanc, Jakob Tanner, Elisabeth Joris, Mischa Suter, Andreas Tobler, Severin Rüegg, Christoph M. Merki:
Reformen jenseits der Revolte. Zürich in den langen Sechzigern.
Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich.
Zürich:
Chronos
2018.
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Tina Asmussen, Gisela Hürlimann, Michael Jucker, Hans-Ulrich Schiedt, Pierre Eichenberger, Benjamin Hitz, Chantal Camenisch, Hans U. Jost, Daniel Krämer, Sébastien Guex, Joël Floris, Marius Kuster, Ulrich Woitek, Sabine Pitteloud, Christian Stohr, Mario König, Bettina Schöller, Urs Amacher:
Alles wird teurer! Wucher! Brot!.
Les prix s'envolent! C’est du vol! Du pain!.
Traverse 2017.
Zürich:
Chronos
2017.
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Gisela Hürlimann:
Der moderne Gesellschafts- und Bundesvertrag. Steuerpolitik im Kontext von sozioökonomischem Wandel und föderalistischer Staatlichkeit.
In: Lucien Criblez, Christina Rothen, Thomas Ruoss (Hg.):
Staatlichkeit in der Schweiz. Regieren und verwalten vor der neoliberalen Wende.
Zürich:
Chronos
2016, 85 – 114.
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Mitgliedschaften, Gremientätigkeiten
- Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialgeschichte (SGWSG)
- Assoziierte beim Zentrum für Geschichte des Wissens (ZGW)
- Redaktion von traverse - Zeitschrift für Geschichte / Revue d‘histoire
- Mitglied der Begleitgruppe zum Forschungsprojekt: "Historische Untersuchung der sozialen Fürsorge im Kanton Zug"
- Wissenschaftliche Beirätin der Technikgeschichtlichen Tagungen der Stiftung Eisenbibliothek
- Mitglied des DFG-Netzwerks "Schulden Machen. Die Praxeologie der Staatsverschuldung im langen 20. Jahrhundert"
- Mitglied der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. (GUG) und European Business History Association (EBHA)
- Präsidentin der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich